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Was bliebe

Wenn du heute gingst, müsstest du alles zurücklassen.

Dinge, Orte. Dich selbst.

Alle Worte die du gesprochen,

alle Zeilen, die du geschrieben hast.

Die ungeschönten Augenblicke,

das Kinderlachen,

die ehrlichen Momente.

Die Vergebung, die Zuflucht, die Angst.

Alles Streben.

Die Heiterkeit ebenso wie die Gier,

den Hunger und alle Zärtlichkeiten.

Die Stille, die unverhofft hereinbricht, die einsamen Stunden der Nacht.

Den glitzernden Morgentau und den Ruf eines Vogels.

Die Liebe, die große, unumwundene.

All das ließest du hier.

Zurück.

 

Es bliebe das, was du nie erlebt hast.

Das, was nie kam und nie ging.

Hüllt sich in Schweigen.

Das einzige, dessen Namen du nicht weißt.

Bliebe.

 

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